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| 10:55 Uhr

Berlin
Bund hofft auf Milliarden durch neue Maut-Sätze

Berlin. Die Lkw-Maut soll erneut mehr Geld in die Bundeskasse bringen und künftig auch Lärm und stärkere Straßen-Belastungen durch schwere Lastwagen in Rechnung stellen. Das sehen neue Mautsätze ab 1. Januar 2019 vor, die das Kabinett gestern auf den Weg brachte. Elektro-Lkw sollen von der Maut befreit werden. Insgesamt erwartet der Bund durch die neuen Sätze jährliche Mehreinnahmen von einer Milliarde Euro.

Die Lkw-Maut soll erneut mehr Geld in die Bundeskasse bringen und künftig auch Lärm und stärkere Straßen-Belastungen durch schwere Lastwagen in Rechnung stellen. Das sehen neue Mautsätze ab 1. Januar 2019 vor, die das Kabinett gestern in Berlin auf den Weg brachte. Elektro-Lkw sollen demnach von der Maut befreit werden. Insgesamt erwartet der Bund durch die neuen Sätze jährliche Mehreinnahmen von insgesamt einer Milliarde Euro.

Verkehrsminister Andreas Scheuer erklärte, in den nächsten Jahren rechne der Bund mit Mauteinnahmen von durchschnittlich 7,2 Milliarden planen. Zuletzt hatte die Gebühr für Lkw ab 7,5 Tonnen etwa 4,7 Milliarden Euro eingebracht. Noch vor Inkrafttreten der neuen Sätze soll die bisher auf Autobahnen und 2300 Kilometern Bundesstraße fällige Maut am 1. Juli auf das gesamte, 39 000 Kilometer lange Bundesstraßennetz ausgedehnt werden.

Die Wirtschaft protestierte gegen drastische Kostensteigerungen. Mit "exorbitanten Mautsätzen" sollten die Unternehmen nun Höchstbeträge für eine "schön gemalte Infrastruktur" zahlen, kritisierte der Bundesverband der Deutschen Industrie. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag monierte, Kosten für die dringende Sanierung der Infrastruktur würden auf die Wirtschaft abgewälzt.

(dpa)