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| 01:04 Uhr

Brüssel will Haftung im Online-Banking ausbauen

Brüssel.. Die EU-Kommission will Europas Bankkunden offensichtlich besser stellen. Das berichtet die „Süddeutsche Zeitung“ unter Berufung auf einen Richtlinienentwurf. Binnenmarkt-Kommissar Charlie McCreevy wolle die Kunden mit neuen Regeln gegen das Phishing wappnen.

Der Binnenmarkt-Kommissar werde seine Pläne am Donnerstag vorstellen.
Mit dem "Phishing" stehlen Kriminelle Zugangskennungen, Passwörter und Transaktionsnummern von Bankkunden und lenken Geld auf ihre Konten. Das Kunstwort setzt sich zusammen aus den Worten "Passwort" und "fishing", englisch für fischen.
Die Bank soll nach den Vorstellungen der EU-Kommission generell alle Zahlungen ersetzen, die der Kunde nicht autorisiert hat, schreibt das Blatt. Bisher erstatten die Banken solche Schäden oft aus Kulanz. Juristisch ist die Lage völlig offen.
McCreevy wolle außerdem Kunden besser stellen, die ihre EC- oder Kreditkarte verlieren. Selbst für Schäden, die auftreten, bevor der Verbraucher den Verlust der Karte an die Bank gemeldet hat, sollten die Kunden nur bis zu einer Höchstsumme von 150 Euro haften. Nach aktuell geltender deutscher Rechtsprechung müssen die Kunden ein Drittel der Schadenssumme selbst tragen.
Der irische Kommissar wolle zudem die häufig kritisierte Praxis vieler Banken stoppen, Auslandsüberweisungen erst nach mehreren Tagen gutzuschreiben. Überweisungen innerhalb der EU müssten Banken spätestens am zweiten Tag nach Auftragserteilung abgewickelt haben. Auch sollten Verbraucher künftig in allen EU-Staaten mit EC-Karte zahlen können. (ddp.vwd/maf)