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Braunkohle
Leag nennt Ausstiegsdebatte unverantwortlich

Diskussion um Verstromung von Braunkohle: Blick auf das Gelände mit Tagebau unweit des brandenburgischen Kraftwerks Jänschwalde (Foto von 2011).
Diskussion um Verstromung von Braunkohle: Blick auf das Gelände mit Tagebau unweit des brandenburgischen Kraftwerks Jänschwalde (Foto von 2011). FOTO: Patrick Pleul / dpa
Cottbus. Die Leag widerspricht der Darstellung in einem Bericht der LR, wonach der Lausitzer Energiekonzern einen geordneten Kohleausstieg favorisiere. Es gehe um Planungssicherheit für das Unternehmen und die Region, sagt ein Sprecher zu LR-Online.

Der Lausitzer Energiekonzern Leag hat der Darstellung widersprochen, das Unternehmen habe einen geordneten Kohleausstieg gefordert (LR vom Samstag). Die Leag habe im März 2017 ein Revierkonzept mit dem Ziel vorgelegt, Planungssicherheit für das Unternehmen und die Region zu schaffen, sagte Leag-Sprecher Wolfgang Rolland dazu.

Das Konzept sehe eine schrittweise Reduktion der Braunkohlegewinnung und -verstromung vor. „Ausstiegsdebatten, die in diese Planungen eingreifen, sind nach unserer Ansicht unverantwortlich, da sie der Region und dem Unternehmen die Grundlage für eine geordnete Strukturentwicklung entziehen“, sagte Rolland weiter.

Der Vorstandschef der Leag, Helmar Rendez, hatte am vergangenen Freitag an die Bundespolitik appelliert, der Umsetzung des Konzepts eine faire Chance zu geben. Demnach soll die Kohleverstromung in der Lausitz bis zum Anfang der 2040er-Jahre geordnet heruntergefahren werden.

(oht)