Die Linksfraktion forderte von Verkehrsminister Frank Szymanski (SPD) ein schlüssiges Konzept zur Entwicklung des öffentlichen Nahverkehrs.
Die Streichpläne bei Bahnstrecken gehen auf die Kürzung der Regionalisierungsmittel des Bundes für den Nahverkehr zurück. Brandenburg muss bis 2010 mit 140 Millionen Euro weniger auskommen (die RUNDSCHAU berichtete). Ein Sprecher des Potsdamer Verkehrsministeriums sagte, die Landesregierung werde die Landtagsfraktionen kommende Woche darüber informieren, "was ausgedünnt und was abbestellt werden muss".
Der Bahnkunden-Verband forderte die Landesregierung auf, keine Bahnstrecken aufzugeben und auf die Kürzung von Angeboten im Nahverkehr zu verzichten. Die weniger werdenden Regionalisierungsmittel könnten durch Einnahmen aus der Mehrwertsteuererhöhung ausgeglichen werden.
Dem Sprecher zufolge droht der Wegfall von Bahnstrecken wie Neuruppin - Rheinsberg, Eberswalde - Joachimsthal - Templin, Frankfurt (Oder) - Wriezen oder Angermünde - Stettin. (ddp.djn/B.M.)