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| 20:50 Uhr

Stahlgipfel in Saarbrücken
Brandenburgsorgt sich umStahl-Standorte

ARCHIV - 06.11.2014, Salzgitter: Glühende Brammen werden im Werk der Salzgitter AG von einem Kran auf einen Zug geladen. Am 22.10.2018 findet der erste Nationale Stahlgipfel in Saarbrücken statt. Foto: Julian Stratenschulte/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
ARCHIV - 06.11.2014, Salzgitter: Glühende Brammen werden im Werk der Salzgitter AG von einem Kran auf einen Zug geladen. Am 22.10.2018 findet der erste Nationale Stahlgipfel in Saarbrücken statt. Foto: Julian Stratenschulte/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ FOTO: dpa / Julian Stratenschulte
Potsdam/Saarbrücken.   Das Land Brandenburg fürchtet angesichts drohender strengerer Umweltauflagen um seine  traditionsreichen Stahl-Standorte. Die Branche sei ein echtes Schwergewicht, betonte Wirtschaftsstaatssekretär Hendrik Fischer am Montag anlässlich des ersten Nationalen Stahlgipfels in Saarbrücken.

Zehn Prozent des in Deutschland produzierten Stahls kämen aus den beiden Betrieben Arcelor Mittal in Eisenhüttenstadt und Riva-Stahl mit den Werken in Brandenburg/Havel und Hennigsdorf.

Vertreter von Politik, Unternehmen und Gewerkschaften aus mehreren Bundesländern wollen sich für die Zukunft der Branche starkmachen, die sehr stromintensiv ist und unter steigenden Kosten leidet. Vereinbart wurde eine Allianz der Stahlländer. Damit soll es gelingen, auf politischer Ebene die Interessen der heimischen Stahlindustrie noch nachhaltiger zu vertreten.

Die Stahlindustrie sei ein Rückgrat der industriellen Wertschöpfungskette und brauche weiterhin in Deutschland wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen, sagte Hans Jürgen Kerkhoff, Präsident der Wirtschaftsvereinigung Stahl, in einer Mitteilung. In der in Saarbrücken beschlossenen Charta „Stahl stärken. Zukunft sichern“ wird betont, dass Stahl unverzichtbar für eine emissionsärmere Welt sei. Die Länder wollen unter anderem faire Bedingungen für den EU-Emissionshandel erreichen. Auch sollen Forschungsprogramme und neue Produktionstechniken gefördert werden.

„Als Stahlländer machen wir uns gemeinsam dafür stark, dass die Arbeitsplätze und Standorte nicht durch unfaire Wettbewerbsbedingungen gefährdet werden“, sagte Staatssekretär Fischer.

(dpa)