Das zeigt die regelmäßige Erhebung der Deutschen Windguard GmbH im Auftrag vom Bundesverband Windenergie und demVerband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau.

"171 MW sind ein leichter Rückgang auf gutem Niveau", analysiert BWE-Landesvorstand Jan Hinrich Glahr. "Inzwischen wird mehr als die Hälfte des in Brandenburg verbrauchten Stroms durch die Windkraft in Brandenburg erzeugt. Und durch den Zubau sind noch einmal Investitionen von knapp 240 Millionen Euro ins Land geflossen. Das zeigt, wie leistungsfähig gerade die Unternehmen in unserer Region sind."

Die durchschnittliche Nabenhöhe der neuen Windräder wuchs hingegen auf 136 Meter (Vorjahr: 124 Meter). So weit oben weht der Wind öfter und stärker. Das schlug sich in einer vermehrten Stromproduktion im ersten Halbjahr nieder. "Das ist ein deutlicher Zuwachs, der auch die technische Weiterentwicklung der Windbranche spiegelt. Die Branche zeigt ihr enormes Zukunftspotenzial in Brandenburg auch darin, dass hier Projekte zur Speicherung von Wind-Strom weit fortgeschritten sind und immer mehr Projekte mit Beteiligung von Kommunen und Bürgern entwickelt werden."

Die guten Halbjahreszahlen dürfen aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass Brandenburg zunehmend Schwierigkeiten hat, die Rahmenbedingungen für die Energiewende zu erhalten.

Aktuell befinden Gerichte über den Landesentwicklungsplan, seine Unwirksamkeit ist wahrscheinlich. "Die Folgen wären für das Land und die Windbranche unabsehbar", beschreibt Glahr die Situation. Als Energieland sei Brandenburg darauf angewiesen, dass die Erneuerbaren Energien die schwindende Bedeutung der Kohle ausgleichen.