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| 22:49 Uhr

Wirtschaft
Bombardier setzt auf Bautzen

Bautzen. Bahnhersteller konzentriert Produktion in der Lausitz und will in neues Testcenter investieren. dpa

Der kanadische Bahnhersteller Bombardier Transportation hat am Freitag in Bautzen eine hochmoderne Endmontagehalle eröffnet.

Noch im Frühjahr hatten Spekulationen um Werksschließungen bei Bombardier auch in der Lausitz die Runde gemacht. Bei Verhandlungen des Konzerns mit dem Gesamtbetriebsrat und der IG Metall war aber schließlich ein neuer Zuschnitt für alle Werke beschlossen worden. „Damit sollte den Werken eine langfristige und tragfähige Perspektive gegeben werden“, hatte Bombardier-Deutschland-Chef Michael Fohrer damals versprochen.

In Bautzen sagte Fohrer gestern, mit dem Acht-Millionen-Euro-Neubau der Endmontagehalle beginne eine neue Ära am über 170 Jahre alten Traditionsstandort in Sachsen. „Wir schaffen hier ein Kompetenzzentrum für die Serienfertigung von Regional- und Fernverkehrszügen sowie S-, U- und Straßenbahnen für Europa und die Welt. „Hier beginnt die Zukunft“, sagte er.

Und in Bautzen sind in den kommenden Jahren weitere Investitionen geplant. Fohrer kündigte an, dass Bombardier Transportation in Bautzen insgesamt 30 Millionen Euro investieren will, unter anderem in ein Testcenter für Bahnen.

Neben Bautzen soll auch in das Bombardier-Werk in Görlitz kräftig investiert werden. Am dortigen Standort sollen bis 2020 drei bis acht Millionen Euro unter anderem für neue Schweißtechnik ausgegeben werden.

Das Werk im brandenburgischen Hennigsdorf gibt die Serienproduktion nach Bautzen ab, bleibt aber Forschungs- und Entwicklungszentrum. Wirtschaft Seite 6