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| 07:03 Uhr

Bochum
Bochum wird erste "Gigabit-City" in Deutschland

Bochum. Die Stadt Bochum wird die erste Großstadt Deutschlands, die für rund 90 Prozent der rund 190.000 Haushalte einen Internetanschluss mit einem Übertragungstempo von einem Gigabit pro Sekunde anbietet. Dies kündigte das Kabel-TV-Unternehmen Unitymedia gestern an. Zu dem Zweck wird das örtliche Netz von Unitymedia mit einer neuen Übertragungstechnik ausgerüstet, die später auch in vielen anderen Städten genutzt werden soll. Außerdem wurden viele neue Glasfaserleitungen gelegt.

Die Stadt Bochum wird die erste Großstadt Deutschlands, die für etwa 90 Prozent der rund 190.000 Haushalte einen Internetanschluss mit einem Übertragungstempo von einem Gigabit pro Sekunde anbietet. Dies kündigte das Kabel-TV-Unternehmen Unitymedia gestern an. Zu dem Zweck wird das örtliche Netz von Unitymedia mit einer neuen Übertragungstechnik ausgerüstet, die später auch in vielen anderen Städten genutzt werden soll. Außerdem wurden viele neue Glasfaserleitungen gelegt.

NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) lobte bei einem Pressegespräch an dem Projekt insbesondere, dass es ohne Subventionen auskommt. "Es freut mich, dass Stadt, Stadtwerke und der Kabelnetzbetreiber Unitymedia hier eigenwirtschaftlich schnelles Internet realisieren, ohne dass auch nur ein Euro an öffentlichen Mitteln eingesetzt wurde." Nun werde das Land darauf drängen, dass möglichst viele andere Städte und Landkreise auch Ausbaupläne für schnelle Online-Zugänge entwerfen.

Auch Lutz Schüler, Vorstandschef von Unitymedia, war zufrieden: "Erstmals kann eine ganze Großstadt Deutschlands mit Gigabit-Tempo im Internet surfen." Als Preis für das neue Angebot nannte er bei einem Vertragsabschluss bis Ende Juli einen Tarif von 50 Euro im Monat, danach soll mehr als das Doppelte fällig sein. Dann wäre der Anschluss also deutlich teurer als aktuelle DSL-Verträge bei Telekom und Vodafone. Vodafone plant aktuell, Unitymedia zu kaufen.

(rky)