Die Ballermänner sollten doch gefälligst in die Türkei oder nach Osteuropa fahren, hatte Mallorcas Tourismusminister hochnäsig erklärt.
Nun haben die Ballermänner das wirklich gemacht - und den Spaniern sitzt der Schreck in den Gliedern. 2002 kamen fast 700 000 Deutsche weniger ins Land. Das sind erheblich weniger Bikinis an den Stränden und viele, viele Euro, die woanders ausgegeben werden. Schon spricht Spaniens Tourismusbranche von einer Bikini-Krise und Ministerpräsident José Maria Aznar wünscht sich, dass alle wiederkommen, die gegangen sind. Er denke dabei „ganz besonders an unsere deutschen Freunde“ , wird er in der Presse zitiert. Aber die sind ziemlich vergnatzt und zahlen es den Spaniern in ihrer Einschätzung heim. „Teuer, arrogant und wenig kundenbewusst“ - das sei das Image, welches sich vor allem die Balearen erworben hätten, erklärt Stefan Pichler, Chef des Reisekonzerns Thomas Cook. Das mag uns ein wenig an Deutschlands Bürokratie erinnern. Aber, verehrte Spanier, der können wir nicht weglaufen. Euch schon.