Zu dessen Inhalt hat der BGH noch nicht viel gesagt", sagte der Revisionsanwalt der Deutschen Bank, Reiner Hall gestern.
Der 11. Zivilsenat überprüft am kommenden Dienstag das Urteil des Oberlandesgerichts (OLG) München vom Dezember 2003, das Kirch einen grundsätzlichen Anspruch auf Schadenersatz gegen die Deutsche Bank zuerkannt hatte. Kirch wirft Breuer vor, mit einem TV-Interview zum Niedergang der Kirch-Gruppe beigetragen zu haben. Der heutige Aufsichtsratschef der Deutschen Bank hatte als damaliger Vorstandssprecher des Geldinstituts Kirchs Kreditwürdigkeit in Zweifel gezogen.
Das OLG hatte zwar eine persönliche Haftung Breuers verneint. Die Deutsche Bank sei aber vertraglich zur Ver schwiegenheit verpflichtet gewesen. Folgt der BGH dem OLG, dann könnten auf das Kreditinstitut Ansprüche in Milliardenhöhe zukommen. Der Streitwert im Revisionsverfahren liegt nach Angaben Halls bei 100 Millionen Euro. Die Höhe eines möglichen Schadenersatzes müsste aber in einem eigenen Prozess geklärt werden. Hall rechnet damit, dass der BGH sein Urteil noch am Dienstag verkündet. Die Deutsche Bank strebt die Abweisung der Klage an. Kirchs Anwalt will erreichen, dass der BGH auch eine persönliche Haftung Breuers feststellt. (ddp/sh)