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| 16:50 Uhr

Polizei informiert
Betrugsopfer können Geld zurückfordern

Für Opfer von Internetbetrügern könnte sich dieser Hinweis lohnen.
Für Opfer von Internetbetrügern könnte sich dieser Hinweis lohnen. FOTO: Silas Stein / dpa
Mainz . Betrugsopfer, die Geld über den Bargeldtransferdienst Western Union ins Ausland überwiesen haben, können den Schaden anmelden – und haben so noch eine Chance, ihr Geld zurückzubekommen.

„Wer im Zeitraum 1. Januar 2004 bis zum 19. Januar 2017 Trickbetrügern aufgesessen ist und in diesem Zusammenhang Geld per Western Union ins Ausland transferiert hat, kann versuchen, seine Ansprüche gegen das Unternehmen geltend zu machen. Doch eile ist geboten, denn die Frist dazu läuft am 12. Februar 2018 ab“, erläutert Thomas Knaup von der Polizei in Görlitz. Dies betreffe auch zahlreiche Betrugsopfer in der Region.

Die Ansprüche müssen auf einer eigens eingerichteten Homepage angemeldet werden (www.westernunionremission.com).

Nach Angaben der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz haben sich die Behörden in den USA mit dem Anbieter Western Union auf eine Entschädigung geeinigt. Geld, das im Zeitraum 1. Januar 2004 bis 19. Januar 2017 über Western Union an Betrüger gesendet wurde, kann demnach zurückgefordert werden. Für die Entschädigung stehen insgesamt rund 586 Millionen Dollar zur Verfügung. Nach Prüfung ihres Falles sollen sie einen Anteil der Schadenssumme zurückerhalten.

Bargeldtransferdienste wurden in den vergangenen Jahren auch in Deutschland immer wieder von Kriminellen missbraucht, um anonym zu bleiben. Mit Lügengeschichten veranlassten Betrüger ihre Opfer zu Geldzahlungen. Beispielsweise wurde den Betroffenen am Telefon vorgespielt, sie hätten ein Auto oder einen Geldpreis gewonnen und müssten zum Erhalt eine Steuer oder Verwaltungsgebühr entrichten.

Geschädigte, die ihre Ansprüche bis zum Ablauf der Frist dem Unternehmen mitteilen, werden nach Prüfung durch die amerikanischen Behörden durch die mit der Verwaltung beauftragte Kanzlei Gilardi & Co, LLC postalisch angeschrieben. Der Prüfungsvorgang könne bis zu einem Jahr dauern, teilte das Unternehmen mit. Den Betroffenen wird anschließend ein teilausgefülltes Formular zugesendet. „Hierbei handelt es sich nicht um einen neuerlichen Betrugsversuch“, stellt Polizeisprecher Knaup klar.

(dpa/bob)