Zwar habe sich die Einschätzung der aktuellen Lage im Vergleich zum November 2002 etwas verschlechtert, dies sei jedoch saisonüblich, teilte das IWH gestern mit. Im Vergleich zum Vorjahresmonat falle die Lagebeurteilung indessen günstiger aus.
Laut Umfrage bewerten fast zwei Drittel der befragten Unternehmen die Geschäftslage als positiv. Nur sieben Prozent der Betriebe betrachten ihre Situation als eindeutig schlecht. Vor allem Hersteller von Vorleistungsgütern und die Nahrungsmittelbranche kommen zu positiven Wertungen. Investitions- und Gebrauchsgüterhersteller sehen ihre Lage extrem schlecht.
Insgesamt verbessert hat sich laut IWH jedoch die Situation im Maschinenbau. Vor allem die Neuprofilierung des Produktionsprogramms und die Umsetzung von Innovationen sorgten für Schub. Die Zahl der Betriebe nahm von 1997 bis 2001 von 813 auf 961 zu. Die Zahl der Beschäftigten stieg von 66 700 auf 72 400. Der Umsatz kletterte von knapp 6,6 Milliarden auf nahezu 8,3 Milliarden Euro.
Die ostdeutsche Baubranche hingegen befindet sich laut IWH vor dem Hintergrund unverändert sinkender Investitionen weiterhin unter Druck. Vor allem die finanzielle Lage der Branchenunternehmen sei kritisch. Im Jahr 2002 verschlechterte sich die Ertragslage weiter. Der Anteil der Unternehmen mit Gewinn verringerte sich im Baugewerbe auf 31 Prozent. Im Jahr 2001 machten 38 Prozent und im Jahr 2000 noch 43 Prozent der Betriebe Gewinne. Kosten deckend arbeiteten 40 Prozent (2001: 33 Prozent) der Unternehmen, berichteten die Wirtschaftsforscher. (dpa/B.M.)