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| 02:40 Uhr

Bei Geck rollen Einkaufswagen vom Band

Obwohl die Produktion bei der J. D. Geck GmbH in Luckau überwiegend Männersache ist, fühlt sich Cornelia Herrmann wohl an ihrem Arbeitsplatz.
Obwohl die Produktion bei der J. D. Geck GmbH in Luckau überwiegend Männersache ist, fühlt sich Cornelia Herrmann wohl an ihrem Arbeitsplatz. FOTO: I. Hoberg
Luckau. Das europaweit arbeitende Unternehmen hat seinen Standort zur Veredlung von Oberflächen in Luckau immer wieder erweitert. Ingrid Hoberg / ho

Mit Produkten der Geck GmbH, die auch in Luckau hergestellt werden, hat wohl jeder schon einmal zu tun gehabt. Wer seinen Einkauf in einem Super- oder Verbrauchermarkt in einen Korb legt, könnte einen von Geck produzierten Wagen benutzen, um bequem die Waren zu transportieren. Oder er hat aus einem Regal, das von dem Hersteller produziert wurde, die Ware herausgenommen.

Wenn auch keine Neuerfindung, ist doch Einkaufswagen nicht gleich Einkaufswagen und Innovation ist auch auf diesem Gebiet unverzichtbar. Das zeigt das Traditionsunternehmen aus dem Sauerland regelmäßig auf Messen wie der Euro-Shop 2017 in Düsseldorf. So wurden dort unter anderem Hightech-Wagen vorgestellt - mit einer nanoversiegelten Oberfläche, die besonders gut vor Korrosion geschützt ist.

"Der wachsende Online-Handel macht es dem stationären Einzelhandel immer schwerer, die verschiedenen Käufergenerationen in die Läden zu locken. Dadurch wird es immer wichtiger, besondere Akzente am Verkaufsort zu setzen und Einkaufserlebnisse zu schaffen, die im Internet so nicht umsetzbar sind", sagt Daniela Liedtke, Verantwortliche für das Vertriebsgebiet Nord.

Der einzige Standort des Unternehmens, an dem eine Pulverbeschichtungsanlage steht, ist Luckau. "Wir beschichten hier Teile für das Stammhaus und übernehmen dann den Versand", sagt Roland Vorreiter, Leiter der Produktion in Luckau. In Spitzenzeiten würden acht bis zehn Lkw am Tag vom Hof in der Berliner Straße fahren.

Darüber hinaus läuft in Luckau die Einzel-, Serien- und Variantenproduktion von Wagen, Displays und Warenträgern. "Mit 18 Mitarbeitern haben wir 1993 angefangen, inzwischen sind es 81 Beschäftigte", sagt Betriebsleiterin Regina Escherlohr. Je nach Auftragslage werden bis zu 20 Leiharbeiter beschäftigt.

Die Produktionshalle und die Lagerhalle sind im Laufe der Jahre modernisiert und erweitert worden. So wurde 2007/08 durch einen großen Umbau das Gebäude des ehemaligen Kreisbetriebs für Landtechnik (KfL) wesentlich vergrößert. Mit der Erweiterung konnten Fertigungsschritte optimiert werden. Die Geck GmbH gehörte damals zu den Betrieben des Metallbereichs, die Fördergelder vom Land Brandenburg erhielten.

Bei diesem Umbau wurden die zwei bestehenden Hallen miteinander verbunden und das Lager neu angebaut. "Somit entstand eine gesamte überdachte Fläche von 16 000 Quadratmetern", sagt Roland Vorreiter. 8000 Quadratmeter stehen für den Kommissionshandel zur Verfügung. "Rund 6000 Paletten haben wir für Kunden eingelagert. So können wir innerhalb von Tagen schnell liefern", ergänzt er. Wenn die großen Handelsmärkte sich erweitern, dann muss auch der Zulieferer schnell bei der Sache sein. Für einige Ketten werden von Geck ganze Ladeneinrichtungen gestaltet. Die Entwicklung von neuen Produkten, der Musterbau und der Vertrieb laufen über das Mutterhaus in Altena, wie der Produktionsleiter erklärt.

Dennoch wird am Luckauer Standort ausgebildet. Gebraucht werden Maschinen- und Anlagenführer für den Bereich Metallbearbeitung. "Voraussetzung ist der Abschluss der 10. Klasse", sagt Betriebsleiterin Escherlohr. Ziel sei es, Lehrlinge auszubilden und so für den eigenen Betrieb Fachpersonal heranzuziehen. "Fast alle Azubis haben wir nach Abschluss der Lehre übernommen", ergänzt sie. Auch Schüler kommen als Praktikanten, um den Betrieb kennenzulernen.

Zum Thema:
Die Firma J. D. Geck GmbH gibt es seit 1852. Der Hauptsitz ist in Altena im Sauerland in der Nähe von Hagen (Nordrhein-Westfalen). Ein weiterer Standort ist Luckau. Das Unternehmen produziert Warenträger und arbeitet europaweit. Zur Produktpalette gehören auch POS-Displays (Aufsteller), Verkaufsdisplays und -ständer. Außerdem ist das Unternehmen Zulieferer von Ladenbauzubehör, beispielsweise Drahtwaren wie Trenngitter, Biegeteile, Körbe und Lochplattenhaken.