ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 18:07 Uhr

Bauern sorgen sich um Zuckerrüben

Proberodungen bei Zuckerrüben lassen für den Ernteertrag im Moment nichts Gutes erwarten.
Proberodungen bei Zuckerrüben lassen für den Ernteertrag im Moment nichts Gutes erwarten. FOTO: dpa
Sangerhausen. Die Bauern in Sachsen-Anhalt machen sich große Sorgen um die Zuckerrübenernte. Proberodungen hätten ergeben, dass die Erträge um bis zu einem Drittel unter dem langjährigen Mittel liegen, teilte der Bauernverband am Donnerstag in Sangerhausen mit. dpa/sm

Auch um den Zuckergehalt der Rüben, die auf 44 000 Hektar im Land angebaut wurden, ist es nicht gut bestellt. Die Rüben mussten wegen der Witterung spät und unter schlechten Bedingungen ausgesät werden. "Die Bauern hoffen nun auf ergiebigen Regen und einen sonnigen September", sagte der Präsident des Verbandes, Frank Zedler. Damit die Rüben länger wachsen können, beginne die Verarbeitung in diesem Jahr später, voraussichtlich Ende September, sagte er.

Doch länger könnten die Bauern nicht mit der Ernte warten, da die Felder rechtzeitig wieder bestellt werden müssten. Auch die Kartoffeln und der Mais konnten erst vier Wochen später gepflanzt werden. Daher werde die Ernte auch dort knapp ausfallen. "Es wird aber keinen Mangel an Kartoffeln geben", sagte Zedler. Die Großhandelspreise seien in den vergangenen Tagen gefallen oder stagnierten.

Die Getreideernte ist den Angaben zufolge durchschnittlich ausgefallen. Die meisten Landwirte sind jedoch angesichts der widrigen Witterungsbedingungen mit Menge und Qualität zufrieden. Zedler kritisierte, dass die Preise für Getreide um 25 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gefallen sind. Damit würden die Erlöse aus der Ernte deutlich unter denen des Vorjahres liegen. "Es gibt in Deutschland überhaupt keinen Grund, die Preise für Backwaren anzuheben und das mit gestiegenen Getreidepreisen zu begründen", sagte er.