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| 01:24 Uhr

Banken wollen Gebühren an Geldautomaten abschaffen

Frankfurt/Main.. Banken und Sparkassen wollen die Gebühren für das Geldabheben am Automaten möglicherweise abschaffen.

Im Sinne des Kunden müsse eine Vereinfachung möglich sein, sagte der Bundesobmann der Sparkassen, Jürgen Hilse, auf einer "Handelsblatt"-Tagung in Frankfurt am Main. Hintergrund der Initiative sind neue Angebote von Direktbanken, die ihren Kunden das kostenlose Abheben von Bargeld mit der Kreditkarte ermöglichen.
Wer kostenlos Bargeld am Automaten abheben will, kann dies meist nur bei einer Filiale seiner kontoführenden Bank oder einem Institut tun, mit dem sich seine Bank zusammengetan hat. In Deutschland gibt es zurzeit vier Gruppen: den Verbund der Sparkassen, das Bankcard Servicenetz der Volks- und Raiffeisenbanken, die Cash-Group der großen Privatbanken (Deutsche Bank, Dresdner Bank, Commerzbank, Postbank und Hypovereinsbank) sowie den Cash Pool, in dem sich Institute wie die Citibank, SEB, Wüstenrot, die Sparda-Banken oder Südwestbank zusammengeschlossen haben. Wer Geld bei einer Bank abhebt, die zu einem anderen Verbund gehört, zahlt zum Teil hohe Gebühren.
Die größte deutsche Direktbank, die Ing-Diba, bietet ihren Kunden ab dem 1. Oktober die Visa-Direkt-Karte an, mit der diese bei allen deutschen Banken und im Ausland kostenlos Bargeld abheben können. Die Auszahlungen am Automaten werden aber im Gegensatz zur klassischen Kreditkarte sofort vom Konto abgebucht. Schon möglich ist das kostenlose Abheben für Kunden der Volkswagen Bank und der Deutschen Kreditbank (DKB).
Mit diesem Angebot wollen die Direktbanken das Fehlen eines eigenen Filialnetzes wettmachen und hoffen auf eine Vielzahl neuer Kunden. Denn ihre Angebote bergen oft auch Einschränkungen: So müssen bei der Volkswagen Bank pro Vorgang mindestens 50 Euro abgehoben werden. Zudem kann dort nur Kunde werden, wer mindestens 1000 Euro im Monat auf seinem Konto gutgeschrieben bekommt.
(AFP/sm)