Bei Geldanlagen, Krediten und Versicherungen gebe es genügend Wettbewerber, so die Einschätzung des Bundesverbandes der Verbraucherzentralen (vzbv) und des Bundes der Versicherten (BdV).

An den Vertragsbedingungen der beiden Banken werde sich zunächst nichts ändern, sagte vzbv-Jurist Frank-Christian Pauli gestern in Berlin. Kunden beider Banken sollten künftige Änderungen aber genau unter die Lupe nehmen. So könne es sein, dass es im fusionierten Konzern bald nur noch einen Typ von Girokonto geben werde.
Die angekündigte Schließung von 340 der insgesamt 1540 Filialen müsse nicht zwangsläufig von Nachteil für die Kunden sein, sagte Pauli. Es komme darauf an, welche Standorte geschlossen werden und inwieweit der Service durch den geplanten Stellenabbau leide. Noch hat sich die Commerzbank nicht exakt dazu geäußert, inwieweit das Filialgeschäft vom geplanten Stellenabbau betroffen sein wird. Nicht von der Hand zu weisen sei das Argument, dass sich für bisherige Dresdner- und Commerzbank-Kunden das Filialnetz nach der Fusion vergrößere. Weil aber die Zahl der Filialen insgesamt sinkt, dürfte sich auch die Zahl der kostenfrei nutzbaren Geldautomaten verringern. Denn beide Banken gehören zu dem Verbund Cash Group mit bislang mehr als 7000 Automaten im Inland. Kunden einer Cash-Group-Bank können aber auch aus dem Automaten eines anderen Instituts des Verbundes gebührenfrei Geld ziehen. Mitglieder der Cash Group sind auch Deutsche Bank und Postbank. (dpa/sha)

Nachgefragt Noch keine Details zu Filialen in der Region
In Südbrandenburg und Ostsachsen ist die Dresdner Bank derzeit an sieben Standorten mit Filialen vertreten. Das sind die Städte Cottbus, Forst (Spree-Neiße), Lübben und Luckau (Dahme-Spreewald) sowie Herzberg und Bad Liebenwerda (Elbe-Elster). Hinzu kommen Bankagenturen in Generalvertretungen der Allianz in Kamenz und Gräfenhainichen. Die Commerzbank ist mit Filialen in Cottbus, Senftenberg (Oberspreewald-Lausitz), Guben und Spremberg (Spree-Neiße) sowie in Hoyerswerda und Bautzen vertreten. Noch gibt es keine Details zur Zukunft der Standorte. „Bei nebeneinander liegenden Filialen ist denkbar, dass sie zusammengelegt werden“ , sagte eine Sprecherin der Commerzbank auf RUNDSCHAU-Nachfrage. Die Präsenz für die Kunden werde sich nicht verschlechtern. Die Dresdner Bank werde ihre Kunden schriftlich informieren. (Eig. Ber./B.M.)