Die schlechte wirtschaftliche Situation ziehe sich „wie eine Blutspur“ durch die Kreditportfolios in allen Bankensektoren. Die "Rezession in den Kreditbüchern" ändere das Verhalten, erläuterte er.
Die Institute hätten oft schlechte Erfahrungen mit Sanierungen gemacht, die auf zu optimistischen Konzepten basierten. Bei gefährdeten Krediten käme es mittlerweile häufiger zu Ausfällen. Deshalb habe die Bereitschaft, solche Rettungsmaßnahmen zu begleiten, übergreifend bei Privatbanken, Sparkassen und Genossenschaftsbanken abgenommen.
Schwierig seien vor allem die Verhandlungen kritischer Fälle, an denen mehrere Geldhäuser beteiligt seien. Bei den Gesprächen dominiere das Misstrauen. Die Devise laute „Rette sich wer kann“ statt „Lasst uns gemeinsam kämpfen“ . Abhilfe könne eine Spezialbank schaffen, an die Problemkredite abgegeben werden können. (dpa/rb)