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Bahn zahlt Bund weniger Dividende

Berlin. Weil bei der Bahn die Gewinne nicht mehr so sprudeln wie in den Vorjahren, zeigt sich auch der Eigentümer Bund bescheidener. Und er verspricht, mehr für das Gleisnetz zu tun. Sascha Meyer / dpa/bl dpa/bl

Die Bahn soll angesichts eines Gewinnrückgangs im vergangenen Jahr weniger Dividende an den Bund als Eigentümer zahlen. Die Ausschüttung von 200 Millionen Euro soll nach Angaben aus dem Bundesverkehrsministerium in voller Höhe wieder ins Schienennetz investiert werden. Im Jahr zuvor hatte der Konzern eine Dividende von 525 Millionen Euro abgeführt. Ihre Bilanz für 2013 legt die Bahn am heutigen Donnerstag vor. Laut Konzernkreisen standen unter dem Strich 649 Millionen Euro Gewinn nach 1,48 Milliarden Euro im Jahr zuvor.

Die Bundesmittel für das Gleisnetz sollen laut Ministerium von zuletzt 2,75 Milliarden Euro im Jahr in den nächsten Jahren erhöht werden: um 200 Millionen Euro in diesem Jahr, um 400 Millionen Euro 2016 und um 450 Millionen Euro im Jahr 2017. Bahnchef Rüdiger Grube hatte wiederholt gefordert, für den Erhalt des Schienennetzes mehr Geld zur Verfügung zu stellen.

Der Aufsichtsrat der Bahn beriet am Mittwoch in Berlin über den Jahresabschluss 2013 und auch einen Bericht zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung.

Vor dem Hintergrund des gesunkenen Unternehmensgewinns hatte es Diskussionen über eine geplante Gehaltserhöhung für Grube gegeben. Dieser erklärte am Dienstag seinen Verzicht auf den Aufschlag.

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Die Deutsche Bahn will Anfang 2015 die Aufgabenbereiche Wettbewerb, Politik und Regulierung im Management in einer Abteilung zusammenführen. Sie soll dann von einem Generalbevollmächtigten geleitet werden. Ein entsprechendes Konzept habe Vorstandschef Rüdiger Grube am Mittwoch dem Aufsichtsrat vorgestellt, hieß es in Kreisen des Kontrollgremiums. Demnach werde kein zusätzlicher Vorstandsposten geschaffen. Ziel sei es, bei dem Umbau mindestens eine Million Euro zu sparen. Das Konzept ermögliche einen Einstieg des früheren Kanzleramtschefs Ronald Pofalla (CDU) bei der Bahn, wurde angemerkt. dpa/bl