In der kommenden Woche sollen die Aktionen nach dem Auftakt in Nordrhein-Westfalen auf die anderen Bundesländer ausgedehnt werden. Das kündigten die Bahn-Gewerkschaften Transnet und GDBA gestern in Berlin an.
Ab wann in der Lausitz gestreikt wird, ist noch offen. Am Wochenende werde auf jeden Fall noch nichts passieren, erfuhr die RUNDSCHAU.
Mit den Warnstreiks soll in den festgefahrenen Tarifverhandlungen der Druck auf den Arbeitgeber erhöht werden. Die letzten Streiks bei der Bahn gab es 1992, als bundesweit mehrere zehntausend Beschäftigte 14 Tage lang den Verkehr teilweise lahm legten.
"Wir sind in der Lage, sehr flexibel und lang andauernd zu kämpfen", erklärte Transnet-Chef Norbert Hansen. Die Bahn müsse sich auf einen schweren Arbeitskampf einstellen. Sollte sich der Konzernvorstand auch in der dritten Runde am 6. März nicht bewegen, würden Streik-Urabstimmungen eingeleitet.
Die Gewerkschaften verlangen für die 160 000 Beschäftigten fünf Prozent mehr Einkommen und eine sofortige Angleichung der Ost-Löhne an Westniveau. Die bundeseigene Bahn bietet bisher einen Inflationsausgleich bei einer Laufzeit von 36 Monaten. Die Ost-Bahner erhalten 90 Prozent des Westniveaus. (dpa/rb)