Das Betriebsergebnis nach Zinsen stieg demnach auf 130 Millionen Euro; im ersten Quartal des Vorjahres hatte die Bahn noch ein Minus von 38 Millionen Euro eingefahren.
„Angesichts weiterhin verhaltener Konjunktur und hoher Energiepreise ist das ein sehr gutes Ergebnis“ , erklärte Bahn-Chef Hartmut Mehdorn. Die Bahn halte wie vorausgesagt „Kurs in Richtung Kapitalmarktfähigkeit“ .

Zuwachs bei Verkehrsleistung
In den Bereichen Personenverkehr und Güterverkehr auf der Schiene - nach ökonomischen Kriterien die großen Sorgenkinder des Konzerns - verbuchte die Bahn Zuwächse bei der Verkehrsleistung, einem Produkt aus beförderte Personen beziehungsweise Gütermenge und gefahrene Kilometer. Sie stieg den Angaben zufolge im Personenverkehr um vier Prozent an. Das Geschäftsfeld Railion habe mit dem Bahn-Güterverkehr sogar eine zweistellige Wachstumsrate erzielt. Dass der Konzern im gesamten Bereich Transport und Logistik weiter zulegen konnte, war demnach in erster Linie dem internationalen Geschäft zu verdanken.

Bahnchef im Interessenkonflikt
Unterdessen geriet Bahnchef Mehdorn in die Kritik. Er ist als nicht operativ tätiges Mitglied des Vorstandes von Air Berlin vorgeschlagen. Die zweitgrößte deutsche Fluggesellschaft plant den Börsengang am 5. Mai. Der Grünen-Verkehrs experte Winfried Hermann warnte im „Tagesspiegel“ vor einem Interessenkonflikt Mehdorns. Dieser hatte stets heftig kritisiert, dass die Airlines ihr Flugbenzin nicht versteuern müssen. (AFP/ar)