Nach einem Plus von 13 Prozent im Jahr 2006 werde der Umsatzzuwachs 2007 mit sechs Prozent nur noch halb so stark ausfallen, teilte der Branchenverband gestern in Berlin mit.
"Ich glaube, dass wir in der zweiten Jahreshälfte 2007 Bremsspuren erleben werden, und das bedeutet ganz klar, dass es auch für die Exportwirtschaft in Deutschland angesichts der internationalen Verflechtungen spürbar verlangsamende Tendenzen geben wird", sagte der BGA-Präsident Anton Börner. Als Grund nannte er die Entwicklung im Zins- und Währungsbereich. Börner erwartet einen weiterhin starken Euro. Er hält einen Wechselkurs von 1,40 US-Dollar für einen Euro "im Laufe des Sommers oder im dritten Quartal als realistisch".
Ähnlich wie viele andere Branchen hält der Groß- und Außenhandel die Mehrwertsteuererhöhung für verkraftbar. Aufgrund der gebremsten Exportaussichten ist dem BGA zufolge jedoch eine Abschwächung des Personalaufbaus zu erwarten. Während 2006 die Stellenzahl um 16 000 wuchs, werden für dieses Jahr nur 8000 bis 10 000 neue Jobs erwartet. (dpa/pk)