Denn es ging ja viel Zeit ins Land, in der andere Rahmen- und Förderbedingungen hätten gesetzt werden können, damit sich der Osten aus seiner ewigen Rolle als verlängerte Werkbank von West-Konzernen befreit.

So weit die schlechte Nachricht. Die Gute ist: Der Mensch hat sein Geschick selbst in der Hand und er kann es jederzeit ändern. Jetzt, sofort, in diesem Augenblick - wenn er will. Das ist der Grund, warum die LAUSITZER RUNDSCHAU die Kampagne "Lausitz 2030" ins Leben rief. In den vergangenen Monaten haben zahlreiche Akteure aus den verschiedensten Lebensbereichen eine ganze Reihe von vernünftigen Zukunftsvorschlägen diskutiert.

Vordenken ist aber nur ein erster Schritt. Der Zweite liegt in der Hand der Lausitzer, die mit der Hilfe der regionalen Wirtschaft und der Universität Cottbus-Senftenberg einen konkreten Zukunftsplan erarbeiten müssen. Je konkreter dieser Plan ist, umso leichter fällt es, die Unterstützung der Politik einzufordern.

Dabei muss sich die Lausitz im Klaren sein, dass sie einerseits dringend auf eine gute Vernetzung mit anderen Regionen - vornehmlich des Ostens - angewiesen ist, mit denen sie andererseits in Konkurrenz steht.

Absolut wichtig dabei ist: Der Impuls auf eine bessere Zukunft muss aus der Region selbst kommen. Damit die nächste Generation nicht in 25 Jahren feststellt, dass 50 Jahre lang die falschen Weichen gestellt worden sind.

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