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| 01:00 Uhr

Auch bei Wal-Mart darf am Arbeitsplatz geflirtet werden

Düsseldorf.. Der US-Einzelhandelsriese Wal-Mart darf seinen Mitarbeitern in Deutschland Liebschaften am Arbeitsplatz nicht verbieten.

Die entsprechende Regelung in einem weltweit gültigen Verhaltenskodex für Wal-Mart-Angestellte laufe dem Grundgesetz zuwider und sei damit unwirksam, befand das Düsseldorfer Landesarbeitsgericht gestern.
Die Richter wiesen auch weitere Punkte der Beschwerde des Konzerns gegen einen Beschluss des Wuppertaler Arbeitsgerichts vom Juni zurück, das Wal-Mart die Anwendung von Teilen seiner Ethikrichtlinie für Mitarbeiter in Deutschland untersagt hatte (Az. 10 TaBV 46/05). So ist die Schaltung einer Telefon-Hotline, mit der Mitarbeiter die Unternehmensleitung über Verstöße gegen den Kodex informieren sollten, mit dem deutschen Arbeitsrecht nicht vereinbar.
Zu den unerwünschten Liebesbeziehungen am Arbeitsplatz heißt es in dem Wal-Mart-Kodex: "Sie dürfen nicht mit jemandem ausgehen oder in eine Liebesbeziehung mit jemandem treten, wenn Sie die Arbeitsbedingungen dieser Person beeinflussen können oder der Mitarbeiter Ihre Arbeitsbedingungen beeinflussen kann." Als unangemessenes Verhalten werden "anzügliche Blicke oder als sexuell deutbare Kommunikation jeder Art" gewertet. (AFP/rb)