Die sogenannte Biege-Streck-Richt-Einheit genüge nicht mehr heutigen Ansprüchen an innovative Stahlgüten. Mit der neuen Anlage könne in Zukunft auch mehr Flachstahl hergestellt werden, so Jacobs.

Mittelfristig soll Eisenhüttenstadt so als Exzellenz-Zentrum ausgebaut werden. Ziel sei es, die Flachstahl-Fertigungstiefe zu erhöhen, unter anderen soll die Produktion für höher- und hochfeste Stähle für den Automobilbau optimiert werden, erklärte der Standortleiter. Bis zum Jahr 2020 soll die Jahresleistung für Flachstahl auf 1,8 Millionen Tonnen erhöht werden. Aktuell liegt dieser Wert bei 1,7 Millionen Tonnen.

Das Flachstahlwerk gliedert sich in die Teilbereiche Roheisen-, Stahl-, Warm- und Kaltwalzwerk auf. Bereits im vergangenen Jahr investierte Arcelor-Mittal in Eisenhüttenstadt rund 45 Millionen Euro in sein Roheisen- und Stahlwerk. So wurde für bis zu 35 Millionen Euro der Hochofen 5a generalüberholt. Im Stahlwerk wurde für zehn Millionen Euro der letzte von zwei Abhitzekesseln erneuert.