Oppenheim springt dem angeschlagenen Touristik- und Handelskonzern Arcandor zur Seite und wird offenbar dessen größter Anteilseigner. Die Kölner Privatbank erwirbt rund ein Fünftel der Anteile von der Hauptaktionärin Madeleine Schickedanz und steigt zudem im Rahmen einer zehnprozentigen Kapitalerhöhung bei dem Konzern ein, wie gestern mitgeteilt wurde. Das Arcandor-Grundkapital wurde durch die Ausgabe von rund 23 Millionen neuer Aktien gestern zum Preis von 2,60 Euro je Aktie um etwa 59 Millionen Euro auf 648 Millionen Euro erhöht.

Über diese neuen Papiere hinaus kauft die Privatbank Sal. Oppenheim 19,5 Prozent des Kapitals von der Arcandor-Hauptaktionärin Madeleine Schickedanz. Die Kaufhauserbin war bislang mit 53 Prozent größte Anteilseignerin. Nach Informationen aus Branchenkreisen dürfte am Ende der Transaktion Sal. Oppenheim mit 29,5 Prozent noch vor Schickedanz größter Anteilseigner sein. ddp.djn/rb