Insgesamt seien netto - also unter Berücksichtigung von An- und Verkäufen - 1,3 Milliarden Euro aus dem Fonds abgeflossen, teilte der Bundesverband Investment und Asset Management (BVI) gestern in Frankfurt/Main mit.
Die Deutsche Bank hatte bereits angedeutet, dem Fonds im Fall von Liquiditätsproblemen unter die Arme greifen zu wollen. Zuvor war die Entscheidung des Geldinstituts, die Rückgabe von Anteilen wegen einer laufenden Neubewertung für drei Monate auszusetzen, von allen Seiten auf Kritik gestoßen.
Ein Sprecher der Immobiliensparte Deutsche Bank Real Estate sagte in Tokio, die Mittelabflüsse seien "in gewisser Weise vorhersehbar gewesen und im Rahmen der Projektionen". Unmittelbar nach der Öffnung des Fonds am 3. März seien sie am höchsten gewesen und hätten dann kontinuierlich abgenommen. "Der Fonds kann das verkraften. Er ist geöffnet und bleibt offen."
Ende März betrug das Anlagevolumen etwa vier Milliarden Euro. Das Fondsmanagement hatte bereits Immobilien verkauft, um die Liquidität sicherzustellen. Weitere Verkäufe seien geplant, hieß es.
Insgesamt hätten sich die von der Schließung von "grundbesitz invest" und weiteren Vorfällen ausgelösten Abflüsse aus offenen Immobilienfonds im März wieder verringert, teilte der BVI mit. Unter Ausklammerung des Deutsche-Bank-Fonds zogen die Anleger 0,8 Milliarden Euro ab, nach 1,2 Milliarden Euro im Februar und 4,2 Milliarden Euro im Januar. Mit einer derzeitigen Rendite von im Schnitt 3,4 Prozent seien die offenen Fonds weiterhin eine "solide Basisanlage", hieß es.
Im ersten Quartal erfreuten sich wie bereits im Vorjahreszeitraum Renten- (5,1 Milliarden Euro Zuflüsse) und Geldmarktfonds (4,9 Milliarden Euro) der größten Beliebtheit bei den Fondsanlegern. Auch bei Aktienfonds wurden Netto-Zuwächse von 2,4 Milliarden Euro verzeichnet, im März jedoch wieder leichte Abflüsse.
In der Summe wurden von Januar bis März 23,2 Milliarden Euro in Publikums- und Spezialfonds investiert - unwesentlich mehr als im ersten Quartal 2005. Damals lag die Investitionssumme bei 23 Milliarden Euro. (dpa/rb)