Fast 15 Prozent der Aufzüge auf Bahnhöfen der Deutschen Bahn fallen einer Analyse des Bayerischen Rundfunks (BR) zufolge übers Jahr verteilt vier Wochen oder länger aus. „Diese 300 Problemaufzüge finden sich fast überall in Deutschland, sowohl an großen Verkehrsknotenpunkten, als auch an kleineren Bahnhöfen auf dem Land“, schreibt der Sender. Der BR hat dafür ein Jahr lang Echtzeitdaten aus sämtlichen Aufzügen der Deutschen Bahn ausgewertet. Diese Daten sind öffentlich zugängig.

Die Deutsche Bahn betonte auf Anfrage, dass im Schnitt rund 97 Prozent aller Aufzüge auf den Bahnhöfen im ersten Halbjahr dieses Jahres verfügbar gewesen seien. Aufgrund von Sensoren, die frühzeitig Schäden und Ausfälle erkennen und melden, konnte dieser Wert innerhalb der vergangenen vier Jahre demnach um 7 Prozentpunkte gesteigert werden. Der BR kommt nach einer Auswertung der Daten auf eine ähnlich hohe Verfügbarkeit von durchschnittlich 96 Prozent.

Insgesamt betreibt die Bahn bundesweit rund 2200 Aufzüge und etwa 1000 Rolltreppen. Damit ist zwar nicht einmal jeder zweite der insgesamt rund 5700 Bahnhöfe in Deutschland mit einem Aufzug ausgestattet. Allerdings seien rund 80 Prozent der Einrichtungen barrierefrei, etwa weil Rollstuhlfahrer über Rampen auf die Bahnsteige gelangen könnten, sagte eine Sprecherin. Jedes Jahr kämen rund 100 weitere Bahnhöfe dazu. 2018 hat die Deutsche Bahn eigenen Angaben zufolge rund 170 Millionen Euro für die Reparatur und Instandhaltung von Aufzügen ausgegeben.