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Projekt in Berlin
Aldi will Wohnungen bauen und vermieten

Filiale von Aldi Nord (Archiv).
Filiale von Aldi Nord (Archiv). FOTO: Roland Weihrauch/dpa
Aldi Nord wird Vermieter: Der Lebensmittel-Discounter will 2000 Wohnungen in Berlin bauen - direkt über seinen Filialen.

"Das ist die Idee: Im Erdgeschoss ein Aldi-Markt und darüber Wohnungen", teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. 200 Wohnungen in den Berliner Bezirken Neukölln und Lichtenberg würden in Kürze gebaut, weitere 15 Standorte in der Hauptstadt habe man im Blick. Insgesamt sollten rund 2000 Wohnungen in Berlin gebaut werden, kündigte die Handelskette an.

Aldi braucht für sein neues Konzept mit größerem Sortiment sowie frischem Obst, Gemüse, Fisch und Fleisch größere Ladenflächen. Die Verbindung mit Wohnungen dürfte es dem Unternehmen erleichtern, Baugenehmigungen zu bekommen. Denn der Senat will die Supermarktstandorte, die bislang oft nur eingeschossig bebaut sind, stärker für Wohnungen nutzen.

Sprecher des Unternehmens sagten der Nachrichtenagentur AFP und dem "Tagesspiegel", dass die Wohnungen nicht verkauft, sondern im Eigentum von Aldi bleiben würden und der Discounter sie vermietet wolle. Nach Angaben der Zeitung soll die Kaltmiete maximal zehn Euro betragen. Zur Nutzung der Immobilien sagte eine Sprecherin: "Wir sind da völlig offen." Studentenwohnungen und sozialer Wohnungsbau seien genauso denkbar wie Räume für Kindertagesstätten und Pflegeheime.

In Hamburg arbeitet der Discounter an einem ähnlichen Modellprojekt.

(wer)