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Luftfahrtkonzern akzeptiert Urteil
81 Millionen Euro Strafe für Airbus wegen Eurofighter-Deal

Die Staatsanwaltschaft beanstandet Zahlungen in dreistelliger Millionenhöhe an zwei Firmen in Großbritannien.
Die Staatsanwaltschaft beanstandet Zahlungen in dreistelliger Millionenhöhe an zwei Firmen in Großbritannien. FOTO: afp, JT
Der Luftfahrt- und Rüstungskonzern Airbus hat ein Bußgeld in Höhe von 81,25 Millionen Euro akzeptiert. Beim Verkauf von 18 Eurofightern an Österreich war es zu undurchsichtigen Geldflüssen gekommen.

Die Staatsanwaltschaft München erließ am Freitag einen entsprechenden Bescheid wegen einer Ordnungswidrigkeit der fahrlässigen Aufsichtspflichtverletzung. Die seit 2012 laufenden Ermittlungen gegen Airbus-Mitarbeiter und Geschäftspartner hätten keine Nachweise ergeben, dass es bei dem Eurofighter-Verkauf zu Bestechungszahlungen gekommen sei. Die Staatsanwaltschaft beanstandet aber Zahlungen in dreistelliger Millionenhöhe an zwei Firmen in Großbritannien.

"Von dort wurden die Gelder unter Umgehung der unternehmensinternen Kontrollen großteils ohne belegbare Gegenleistung für unklare Zwecke verwendet, wobei anhand der Geldflüsse nicht feststellbar ist, welchen Zwecken die Zahlungen letztlich dienten", teilte die Staatswaltschaft mit. Dies erfülle den Tatbestand einer fahrlässigen Aufsichtspflichtverletzung des Unternehmens.

Der Eurofighter wird unter anderem im Airbus-Werk Manching bei Ingolstadt gebaut.