Die Vereinbarung soll auch den Rahmen für Personal-Service-Agenturen schaffen, mit denen die jüngsten Arbeitsmarkt-Gesetze nach dem Hartz-Konzept schwer vermittelbare Arbeitnehmer wieder in Beschäftigung bringen sollen.
Der absolute Mindestlohn für diesen Personenkreis soll 6,85 Euro nicht unterschreiten und liegt damit höher als für einige Branchen regional tariflich vereinbart ist. Die reguläre Entlohnung der Zeitarbeiter soll bei 8,40 für ungelernte oder angelernte Arbeitnehmer bzw. 10,60 Euro je Stunde für Facharbeiter beginnen.
Die Regelstundensätze von 8,40 bzw. 10,60 Euro seien Eckwerte, sagten Jürgen Uhlemann vom Bundesverband Zeitarbeit und Reinhard Dombre für die Tarifgemeinschaft des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB). Höhere Entlohnungen seien für erfahrene Facharbeiter oder Höherqualifizierte wie Ingenieure oder Computerspezialisten vorgesehen. Auch sollen für einzelne Branchen Zuschläge vereinbart werden.
Mit diesen Zuschlägen soll gleiche Bezahlung der Leiharbeitnehmer in Branchen mit höheren Tariflöhnen angestrebt werden. In regulär schlechter entlohnten Tarifbereichen sind aber auch Abschläge vom Regelstundenlohn geplant. Die Tarifverträge dazu sollen bis Ende Mai ausgehandelt werden, sagten Dombre und Uhlemann. Der Mindestlohn von 6,85 Euro solle aber auf keinen Fall unterschritten werden. Er gilt auch für schwer vermittelbare Personen, die beispielsweise aus Altersgründen und langer Arbeitslosigkeit auf dem regulären Arbeitsmarkt derzeit chancenlos sind. Die Kriterien dafür soll die Bundesanstalt für Arbeit festlegen. (dpa/B.M.)