Rund 15 000 Produkte von 750 Unternehmen trügen bereits das neue Etikett, teilte die Grünen-Politikerin gestern bei der Eröffnung der weltgrößten Messe für Bioprodukte "BioFach" in Nürnberg mit. Der Lebensmitteleinzelhandel habe seit der Einführung des Siegels vor gut einem Jahr ein Umsatzplus von 25 Prozent mit den entsprechenden Produkten erzielt, berichtete die Ministerin. Bio-Produkte hätten weltweit Zukunft, sagte Künast. In Deutschland habe sich der ökologische Landbau erheblich ausgedehnt. Künast forderte „faire Preise“ für die Produkte der Öko-Erzeuger. "Im Bio-Bereich wollen wir nicht zu immer billigeren Preisen produzieren."
Das Programm "Ökologischer Landbau" des Bundes werde in diesem Jahr mit 36 Millionen Euro fortgeführt, sagte die Ministerin. Damit sollten Lücken bei der Information von Landwirten, in der Verarbeitungswirtschaft und im Handel geschlossen werden. Auf europäischer Ebene will Künast auf eine Anhebung der vorgeschriebenen Standards drängen. Ein weiterer Schwerpunkt sei die umfassende Information der Verbraucher über den ökologischen Landbau. Dies diene einer stabilen Entwicklung des Absatzes.
Auf der "BioFach" präsentieren bis zum Sonntag rund 2000 Hersteller ihre Produkte. Die Messe ist nur für Fachbesucher zugänglich. (dpa/rb)