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| 21:59 Uhr

Strukturwandel
100 Millionen für Schwarze Pumpe

In den Industriepark Schwarze Pumpe wird kräftig investiert.
In den Industriepark Schwarze Pumpe wird kräftig investiert. FOTO: dpa / Bernd Settnik
Dresden. Sachsen und Brandenburg entwickeln Industriepark gemeinsam weiter. dpa

Allein in die Infrastruktur des Industrieparks Schwarze Pumpe sollen bis zum Jahr 2021 insgesamt 100 Millionen Euro investiert werden. Die Kosten wollen sich die Länder Brandenburg und Sachsen sowie der Bund teilen. Das Kabinett in Dresden hat am Dienstag den Weg für den Anteil des Freistaates freigegeben.

Der sächsische Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) begründete das Engagement mit einer hohen Nachfrage nach Ansiedlungsflächen. Deshalb soll der Standort im sächsischen Teil um etwa 200 Hektar erweitert werden. Derzeit siedeln im Industriepark 117 Unternehmen mit mehr als 4500 Beschäftigten. „Wir beginnen nicht mit dem Strukturwandel, wir sind mitten drin“, sagte Dulig.

Im Industriepark boomt es derzeit mächtig. Bereits Anfang März hatte der Papierhersteller Hamburger Rieger eine Eigeninvestition von 370 Millionen Euro in eine weitere Papiermaschine angekündigt. Das Land Brandenburg unterstützt diese Investition zusätzlich mit 34 Millionen Euro.

Nach Duligs Worten ist die Rekultivierung der Tagebaulandschaft die Grundlage für den erfolgreichen Strukturwandel. Der Tourismus allein werde nicht reichen, um allen Menschen in der Region Arbeit zu geben.

Dulig zufolge darf es in der Lausitz zu keiner Wiederholung der Situation nach der Wende kommen. Der Strukturabbruch 1990 sei für Zehntausende Menschen eine Katastrophe gewesen. Bis dahin habe die Kohle rund 92 000 Menschen Lohn und Brot gegeben. Heute sei die Braunkohle mit 8000 direkten Arbeitsplätzen und noch einmal so vielen indirekten Jobs noch immer ein großer Arbeitgeber.