Auch Brandenburgs Wirtschaftsminister Albrecht Gerber (SPD) zeigte sich erleichtert. "Die verschärfte Version, die zur Diskussion stand, ist ein Horrorplan für die Arbeitnehmer in Deutschland und besonders in der Lausitz", sagte Gerber am Rande der Plenarsitzung im Landtag. "Man kann Klimaschutz nur gemeinsam mit den Mitarbeitern und Unternehmen machen", sagte Gerber. Der vorgelegte Plan hätte nach seiner Einschätzung zu einem massiven Arbeitsplatzabbau geführt.

Der Betriebsrat des Betreiberunternehmens Leag begrüßte den Stopp aus Berlin. "Die Berliner Politik hat offenbar in letzter Minute eingesehen, dass sie mit dem ,Klimaschutzplan 2050‘ den Bogen überspannt hat", hieß es in einer Mitteilung. Es gebe aber keinen Grund zur Entwarnung. Das Diskussionspapier des Bundes sah vor, Investitionen in die Braunkohleförderung zu verbieten, um die Klimaziele zu erreichen.

Die Bundesregierung hatte am Dienstagabend ihre Entscheidung über den Klimaschutzplan kurzfristig vertagt. Politik Seite 9