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Wirbel um falsche Pressemitteilung: Bleibt Vattenfall in der Lausitz?

Die Internetseite, die die Macher der falschen Pressemitteilung gebastelt haben, sieht der von Vattenfall täuschend ähnlich.
Die Internetseite, die die Macher der falschen Pressemitteilung gebastelt haben, sieht der von Vattenfall täuschend ähnlich. FOTO: LR
Cottbus. "Vattenfall bleibt in der Lausitz und wird Deutschlands führendes Unternehmen für Nachhaltigkeit." Mit dieser Pressemitteilung – auf den ersten Blick von der schwedischen Konzernmutter des Lausitzer Unternehmens verschickt – haben Unbekannte am Freitag für Aufregung gesorgt. bob

Bei Vattenfall-Sprecher Thoralf Schirmer in Cottbus stand das Telefon nicht mehr still. Journalisten aus dem ganzen Land wollten wissen: Stimmt das? Kurz darauf folgte die offizielle Absage: "Diese Aussendungen stammen nicht von Vattenfall, sondern sind gefälscht und offenbar Teil einer Aktion Unbekannter, die sich gegen unser Unternehmen und unser Engagement in der Lausitz richtet."

Wer genauer hinschaute, hätte schon vorher misstrauisch werden können. Laut der gefälschten Mitteilung wolle Vattenfall "insgesamt zehn Milliarden Euro in der Lausitz investieren". Statt in Kohle solle in Wind- und Solarparks investiert werden. In einem "Renewable-Knowledge-Center" sollten 6000 neue Jobs geschaffen werden. "Vattenfall prüft derzeit rechtliche Schritte gegen die Akteure", so Schirmer.