Der BND begrüße vielmehr das staatsbürgerliche Engament seiner Mitarbeiter. Laut Medienberichten lehnt der Bürgermeister der Gemeinde, Axel Zinke (parteilos), Geheimdienstmitarbeiter in Kommunalparlamenten ab. Daher wolle er eine generelle Debatte über BND-Mitarbeiter in öffentlichen Ämtern, sagte Zinke der Zeitung.

Der Bürgermeister und die Gemeindevertreterin von der Fraktion BVB/Freie Wähler waren am Dienstag nicht für eine Stellungnahme erreichbar. Eine Sprecherin des Landeskreises bestätigte, dass Zinke Landrat Wolfgang Blasig (SPD) über die Tätigkeit der Frau informiert habe. "Ich habe da nur mit den Schultern gezuckt, schließlich dürfen auch Mitarbeiter des BND am öffentlichen Leben teilhaben", sagte Blasig der Zeitung. Die Gemeindevertreterin habe Strafanzeige wegen Verletzung von Privatgeheimnissen gegen den Bürgermeister gestellt, bestätigte die Staatsanwaltschaft am Dienstag einen Bericht der "Bild"-Zeitung.