ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 02:47 Uhr

Wirbel an Mehdorns erstem Arbeitstag

Potsdam. Hartmut Mehdorn bleibt sich treu und bürstet weiter gern gegen den Strich. An seinem ersten Arbeitstag, bei seinem ersten Auftritt als Berliner Flughafenchef regte er an, den alten Airport Tegel nicht zu schließen und sorgte damit für gehörig Wirbel. dpa/bl

Der neue Chef des Hauptstadtflughafens, Hartmut Mehdorn, will bei dem Neubau das Tempo erhöhen. "Wir müssen sehen: Welche Möglichkeiten gibt es zur Beschleunigung", sagte Mehdorn am Montag vor einem Sonderausschuss im Potsdamer Landtag. "Ich bin der Meinung, dass es die gibt." Mehdorn brachte dabei an seinem ersten Arbeitstag zudem die Offenhaltung des Flughafens Berlin-Tegel ins Gespräch. Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) stellte allerdings klar, Tegel müsse gemäß der Planfeststellung ein halbes Jahr nach der Inbetriebnahme des Neubaus schließen.

Mehdorn hatte zuvor vor den Abgeordneten erklärt: "Muss man Tegel wirklich schließen, oder kann man nicht die Last ein bisschen gleich auf die Stadt verteilen? Charterflüge in Tegel - was wäre so schlimm daran? Ist nicht so viel, die fliegen auch nicht nachts." Schlauer zu werden, sei nicht verboten. Wenig später korrigierte sich Mehdorn aber. Er habe gemeint, wenn die Nordbahn in Schönefeld wie geplant saniert werde, müsse man gegebenenfalls Flüge nach Tegel verlagern und dafür einige Monate länger offen halten.

Auch in der Frage der Nachtflüge wurden Differenzen zwischen Mehdorn und Platzeck deutlich. Der Airport-Manager erneuerte seine Absage an ein strengeres Nachtflugverbot.

Lausitz/Brandenburg Seite 4