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"Wir müssen uns warm anziehen"

In den vergangenen Wochen haben Politiker der deutschen Regierungsparteien den US-Präsidenten kritisiert. Es waren aber auch anerkennende Töne zu hören.

Eine Auswahl:

Bundeskanzlerin Angela Merkel am 21. Januar zur Antrittsrede Trumps: "Erstens glaube ich ganz fest daran, dass es uns allen am besten geht, wenn wir ein regelbasiertes, auf gemeinsamen Werten beruhendes gemeinsames Agieren haben (. . .) Zweitens wird das transatlantische Verhältnis nicht weniger wichtig als es in der Vergangenheit war, und dafür werde ich arbeiten."

Bundespräsident Joachim Gauck zum Einreiseverbot für Bürger aus muslimisch geprägten Ländern: "Amerika war in den Augen vieler Menschen, war auch in meinen Augen immer ein Leuchtturm der Freiheit und ein sicherer Hafen für persönliche und politische Hoffnungen", sagte das Staatsoberhaupt. Das Einreiseverbot widerspreche "dem großen Traum von Freiheit und von der Gleichheit aller Menschen, ungeachtet ihrer Religion oder ihrer Herkunft".

SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz in seiner Antrittsrede: "Dass ein US-Präsident Mauern hochziehen will, laut über Folter nachdenkt und Frauen, Religionsgemeinschaften, Minderheiten, Menschen mit Beeinträchtigungen, Künstler und Intellektuelle mit unverschämten und gefährlichen Äußerungen attackiert, das ist ein Tabubruch, der unerträglich ist."

CSU-Chef Horst Seehofer am 29. Januar in der "Bild am Sonntag" zu Trump: "Er setzt mit Konsequenz und Geschwindigkeit seine Wahlversprechen Punkt für Punkt um. In Deutschland würden wir da erst mal einen Arbeitskreis einsetzen, dann eine Prüfgruppe und dann noch eine Umsetzungsgruppe."