Rund 150 000 Einbrüche hat die Polizei 2014 in Deutschland erfasst, Tendenz steigend. Das Bundeskriminalamt kommt in seinem aktuellen Lagebericht zur Organisierten Kriminalität zu einem ähnlichen Bild. Verbrecherbanden haben demnach in Deutschland 2014 so viele Einbrüche und Diebstähle verübt wie seit acht Jahren nicht mehr. In Brandenburg und Sachsen häufen sich ebenfalls die Fälle. In Cottbus alleine stieg im ersten Halbjahr dieses Jahres die Zahl der Wohnungseinbrüche auf 118. Im Vorjahr waren es 83. Gleichzeitig sinkt die Aufklärungsquote brandenburgweit seit Jahren. Nur noch jeder fünfte Einbruch konnte 2014 laut Polizeistatistik aufgeklärt werden. Vor zehn Jahren war es noch fast die Hälfte.

Besonders in den kommenden Wochen und Monaten sollten Bürger daher verstärkt auf ihr Eigentum achten. "Fast die Hälfte aller Wohnungseinbrüche findet in der dunklen Jahreszeit statt, also zwischen Oktober und Januar", informiert der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft anlässlich des Tags des Einbruchschutzes am gestrigen Sonntag. Die meisten Einbrüche (16,9 Prozent) wurden im Dezember verübt, es folgten November und Oktober mit 11,4 beziehungsweise 11,1 Prozent.

Am häufigsten nutzen Einbrecher demnach die Zeit zwischen 10 und 18 Uhr und bevorzugen Einfamilienhäuser und Erdgeschosswohnungen. 18 Prozent der Taten wurden zwischen 16 und 18 Uhr begangen, 11,2 Prozent fallen auf die Stunden von Mitternacht bis 6 Uhr. Den Versicherungsschaden beziffert der Verband für 2014 auf rund 480 Millionen Euro. Polizei und Versicherer haben deshalb in den vergangenen Tagen mit Aktionen versucht zu informieren, wie sich Bürger gegen Einbrecher schützen können.