Auf der Windenergie ruhen im Land Brandenburg viele Hoffnungen. Potsdam will den Anteil der erneuerbaren Energien am Stromverbrauch bis 2030 auf mindestens 32 Prozent erhöhen. Etwa die Hälfte dazu soll die Windenergie beitragen. Derzeit drehen sich nach Angaben des Netzbetreibers 50 Hertz bereits rund 3100 Windräder zwischen Lausitz und Prignitz. Sie bringen etwa 7700 Megawatt. Bis 2030 sollen nach den Plänen der Landesregierung sogar etwa 3500 Anlagen Strom liefern.

Brandenburg wurde im vergangenen Dezember bereits zum dritten Mal mit dem Leitstern für erneuerbare Energien ausgezeichnet. Die Agentur für erneuerbare Energien würdigt damit die Anstrengungen in diesem Bereich.

Allerdings rufen die bis zu 100 Meter hohen Kolosse mit den riesigen Rotorblättern auch Kritiker auf den Plan. 1000 Meter Abstand zum nächsten Ort werden empfohlen. Mehr Distanz fordern Gegner angesichts des Schattenschlages und der Geräusche der sich drehenden Rotorblätter. Etwa 55 Bürgerinitiativen haben sich mittlerweile in der Volksinitiative "Rettet Brandenburg" zusammengeschlossen.

Auch Sachsen will die Windkraft verstärkt zur Energieerzeugung nutzen. Während es den Befürwortern aber nicht schnell genug geht, sorgt die "Verspargelung" bei Bewohnern zunehmend für Proteste. Pläne für einen großen Windpark im Landkreis Meißen liegen vorerst auf Eis. Nach Angaben des Wirtschaftsministeriums in Dresden drehten sich im Vorjahr in Sachsen 845 Windräder mit einer Leistung von rund 1000 Megawatt.