Für den Landesverband Windenergie ist das zu wenig. "Die Windenergie in Sachsen steckt noch in den Kinderschuhen", kritisierte Verbandsvorsitzender Martin Maslaton. Angesichts der Energiewende sei der Ausbau unbedingt notwendig, gehe aber viel zu langsam voran. Maslaton begründete dies unter anderem damit, dass Potenziale nur unzureichend genutzt würden. Studien hätten gezeigt, dass etwa 14 Prozent der Landesfläche für die Erzeugung von Windenergie genutzt werden könnten - inklusive Wald und Schutzgebieten. Der Freistaat sieht laut einem Entwurf zum Energie- und Klimaprogramm aber nur etwa 0,5 Prozent der Landesfläche vor. "Wie viel aber nun tatsächlich bebaut werden darf, ist heiß umstritten", sagte Maslaton.

Die Grünen sprechen von einem "Abbremsen des Ausbautrends". Sie gehen davon aus, dass 30 Prozent des sächsischen Stromverbrauchs durch Windkraft gedeckt werden könnte - unter anderem dadurch, dass alte durch neue Windanlagen ersetzt werden.

Auch in Brandenburg ruhen auf der Windenergie viele Hoffnungen. Potsdam will den Anteil der erneuerbaren Energien am Stromverbrauch bis 2030 auf mindestens 32 Prozent erhöhen. Etwa die Hälfte dazu soll die Windenergie beitragen. Derzeit drehen sich laut Netzbetreiber 50 Hertz bereits rund 3100 Windräder im Land. Sie bringen etwa 7700 Megawatt. Bis 2030 sollen nach Regierungsplänen sogar etwa 3500 Anlagen Strom liefern.