Steigende Lebenserwartung und niedrige Geburtenraten beeinflussen nach Angaben des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft die bundesweite Alterung der Gesellschaft. Hauptgrund für das regional unterschiedliche Tempo der Alterung seien vor allem aber die Zu- und Fortzüge von Menschen, hieß es am Donnerstag in Berlin.

So liegt das Durchschnittsalter in Brandenburg aktuell bei 46,8 Jahren. 1995 lag dieser Wert noch bei 39,3 Jahren, so der Gesamtverband mit Bezug auf das Statistische Bundesamt.

Während Potsdam mit 42,8 Jahren im Land am jüngsten ist, sind die Menschen in den Landkreisen Elbe-Elster, Oberspreewald-Lausitz, Spree-Neiße und Prignitz am ältesten. Im Bundesvergleich hat Brandenburg den zweithöchsten Altersschnitt hinter Sachsen-Anhalt (47,4 Jahre).

In Sachsen ist der Altersdurchschnitt seit 1995 von 41,2 auf 46,6 Jahre gestiegen. Bundesweit liegt der Schnitt bei 44,2 Jahren, was für den Freistaat bedeutet, dass nur die Dresdner (42,9) und die Leipziger (42,8) jünger als der "Durchschnittsdeutsche" sind.

Das Durchschnittsalter in den Regionen hänge wesentlich mit der Strukturstärke zusammen, erklärt Steffen Maretzke vom Bundesinstitut für Stadtforschung in "Zeit-online" - also davon, wie stark die Wirtschaft sei, ob es Schulen und Hochschulen gebe. Diese Wanderungsbewegung, so Maretzke, bestimme stark, wie sich die Altersstruktur in einem Kreis entwickle.

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