Nach Angaben des Jagdverbandes lassen jährlich rund 10 000 Stück Schalenwild sowie je 2000 bis 3000 Füchse und Hasen ihr Leben auf märkischen Straßen. "Der Autofahrer ist der größte Jäger", sagt Geschäftsführer Bernd Möller.
Gerade jetzt im Winter sei die Gefahr besonders groß, weil die Tiere oft verzweifelt Nahrung suchten. "Dabei müssen sie immer wieder die Straße überqueren, was nicht selten eine Todesgefahr bedeutet", erklärt Möller. Auch könne das Wild oft der Verlockung des Salzes auf den nach Eisglätte gestreuten Straßen nicht widerstehen: "Sie brauchen Salz für die Geweihentwicklung, aber auch zur Anregung des Appetits." Im März/April markierten zudem die Rehböcke ihre Reviere und im Mai/Juni seien viele Jungfüchse unterwegs.
"Autofahrer sollten einem auf die Straße laufenden Tier auf gar keinen Fall ausweichen, sondern auf die Bremsen treten und draufhalten", rät Brandt. "Ein riskantes Ausweichmanöver könnte wesentlich schlimmere Folgen haben - so bitter es für das Tier ist", warnt auch Möller. Autofahrer, die ein Tier überfahren haben, sollten umgehend die Polizei oder den Förster informieren.