"Wir wollen von deutscher Seite beim Wiederaufbau helfen", sagte Steinmeier, der von deutschen Wirtschaftsvertretern begleitet wurde, nach Angaben des Auswärtigen Amtes. "Wir wollen zeigen, dass wir wirtschaftlich zur Verfügung stehen, wenn deutsche Unternehmen hier investieren." Mit der Eröffnung des Generalkonsulats zeige Deutschland seinen "Respekt vor der Leistung des irakischen Volkes und seiner Regierung", die in den vergangenen Jahren den Weg zur Versöhnung gegangen seien. Steinmeier gratulierte den Irakern erneut "ausdrücklich" zu den Provinzwahlen in den vergangenen Wochen. Dies sei ein "weiterer Schritt hin zur politischen Stabilität des Landes", sagte der Außenminister. "Ich bin mir sicher, dass die Menschen im Irak Gewalt und Hass hinter sich lassen und an einer gemeinsamen Zukunft ihres Landes bauen wollen." Steinmeier traf nach Angaben des Auswärtigen Amtes zusammen mit dem irakischen Außenminister Hoschjar Sebari am Mittwochmorgen in Erbil ein und wurde vom Präsidenten der autonomen Kurdenregion, Massud Barsani, und Ministerpräsident Netschirwan Barsani empfangen. Der Außenminister wollte demnach vor allem Gespräche über deutsche Hilfen beim Wiederaufbau der Region führen. Außerdem besuchte er eine Schule, an der Deutsch unterrichtet wird. Steinmeier war am Dienstag zu seinem nicht angekündigten Besuch in Bagdad eingetroffen. Er kam unter anderem mit Präsident Dschalal Talabani und Ministerpräsident Nuri el Maliki zusammen. Mit seiner Reise leitete Steinmeier eine Wende in der deutschen Politik gegenüber dem Irak ein, dessen Wirtschaft und Infrastruktur nach der Gewaltherrschaft Saddam Husseins und der US-Invasion von 2003 am Boden liegen. AFP/kr