652 Fälle mit 733 Falsifikaten seien ermittelt worden, teilte das Landeskriminalamt in Eberswalde mit. 2008 waren es 572 Straftaten mit 669 falschen Noten. Im Vergleich zu den Jahren 2003 bis 2005 sind die Zahlen jedoch deutlich niedriger: Damals wurden jeweils 1200 Blüten pro Jahr im Land registriert. 25 Tatverdächtige wurden ermittelt. Brandenburg liegt bei Geldfälschungen bundesweit auf einem hinteren Platz.Am beliebtesten sind bei Fälschern nach wie vor die 50-Euro-Noten, mit einem Anteil von knapp 43 Prozent. Bei dem hohen Nennwert können die Kriminellen beim Kauf von Waren mit geringem Wert genug Gewinn erwarten. Bei einem "Fünfziger" schaut das geprellte Opfer in der Regel auch nicht so genau hin wie bei Scheinen mit höherem Wert. Gern gefälscht werden auch 20er- und 100er-Noten. Dagegen wurde lediglich eine 500-Euro-Blüte sichergestellt.Die Fälscher werden offenbar immer "gewiefter", das Know-how immer ausgefeilter: In den meisten Fällen handelt es sich nach den Angaben um qualitativ hochwertige Druckfälschungen, die im ost- und südeuropäischen Ausland hergestellt werden. Mehrere Sicherheitsmerkmale der Banknoten werden imitiert, vorgetäuscht oder nachgeahmt. Fälschungen können oft erst bei der maschinellen Prüfung aufgedeckt werden. Die Blüten verbreiten sich dadurch schneller. Die polizeilichen Ermittlungen werden jedoch erschwert.Kaum gefälschte MünzenWeniger beliebt bei Fälschern sind offenbar Münzen: In 112 Fällen konnten 260 Fälschungen sichergestellt werden - zwei Drittel weniger als im Vorjahr. Eine schlüssige Begründung dafür können die Kriminalisten nicht geben. Möglicherweise werden da Fälschungen zu schnell erkannt, so die Experten vom Landeskriminalamt.Im vergangenen Jahr konnten 28 Tatverdächtige ermittelt werden, sie hatten meist Falschgeld in Verkehr gebracht. Als Hersteller konnte nur ein Verdächtiger ermittelt werden. Der 23-Jährige aus dem Spree-Neiße-Kreis hatte mit einem Multifunktionsgerät Fünf-, Zehn- und 20-Euro-Scheine kopiert. Er wollte über Einkäufe die Blüten in echtes Bargeld eintauschen.Bürger sollten Banknoten deshalb stets aufmerksam prüfen, wie die Deutsche Bundesbank empfiehlt. Wichtig ist der Blick, ob Wasserzeichen, Sicherheitsfaden, Hologrammelemente und erhabene Teile des Druckbildes auf der Vorderseite vorhanden sind. Das Münzprägebild muss klare und deutliche Konturen haben. Falsche sind oft verschwommen. Hilfreich kann auch ein Magnet sein, da echte 1- und 2-Euro-Münzen schwach magnetisch sind. dpa/mho