Bis Freitag sollen "peu à peu" insgesamt 76 der blau-weiß-gestreiften Eichenholzkübel nach historischem Vorbild aufgestellt werden. Mit einem Festumzug wird am Samstag das Comeback gefeiert.

Die Bitterorangen wurden 2014 in Italien gekauft und im Barockgarten Großsedlitz (Sächsische Schweiz) herangezogen. Für gut die Hälfte der Bäume hat der Freundeskreis Schlösserland bereits Paten gefunden, die deren Pflege mit je 550 Euro pro Jahr unterstützen. "Die Kronen der Bäumchen müssen noch größer werden", sagte Striefler. Mit ihnen soll der Zwinger als Orangerie wiederbelebt werden. Sachsens legendärer Kurfürst August der Starke (1670-1733) hatte ab 1709 eine Bogengalerie für die als "goldene Äpfel" bezeichneten Orangen- und Pomeranzenbäume bauen lassen, die als Status- und Machtsymbol galten. Schon 1714 war er Heimstatt für mehr als 600 Pflanzen von rund 30 Arten, die das Baudenkmal bis 1880 prägten. Von den Zwinger-Orangen hat ein Exemplar im Schlosspark Pillnitz überlebt - 300 Jahre alt und 6,50 Meter hoch.