Wie Polizei und Staatsanwaltschaft gestern mitteilten, wurden das Mahnmal für die Opfer des Faschismus und eine Gedenktafel an der B 167 zwischen Wulkow und Herzberg mit einem Hakenkreuz und weiteren verfassungsfeindlichen Symbolen beschmiert.
Den Fall übernahm eine Sonderkommission, die bereits zum Brandanschlag auf die Gedenkstätte Belower Wald ermittelt. Sie prüft, ob ein Zusammenhang mit der Schändung des Todesmarsch-Museums im Belower Wald am 5. September besteht. Die Ermittlungen nach den noch unbekannten Tätern wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen würden mit Hochdruck geführt, heißt es in der Mitteilung des Polizeipräsidiums Potsdam und der Staatsanwaltschaft Neuruppin.
Mit den so genannten Todesmärschen hatte das NS-Regime in den letzten Monaten des Zweiten Weltkriegs angesichts der sicheren militärischen Niederlage die meisten Konzentrationslager evakuieren lassen, um die Befreiung der Häftlinge durch die alliierten Streitkräfte zu verhindern. (dpa/wie)