In Sachsen ist die Zahl der Verkehrstoten im vergangenen Jahr laut Statistik um 4,3 Prozent auf 192 gestiegen. Das liegt im Bundestrend. In Brandenburg fällt der Anstieg mit 28 Prozent weitaus dramatischer aus. Dirk Benndorf, Verkehrsexperte der Dekra in Potsdam, spricht von einem "besorgniserregenden" Anstieg .

Vor allem innerhalb geschlossener Ortschaften und auf Landstraßen gibt laut Dekra deutlich mehr Verkehrstote. Häufig seien Fahrer abgelenkt, insbesondere durch Smartphones. Die positiven Effekte durch elektronische Assistenzsysteme in den Autos würden zunichte gemacht, wenn Fahrer nebenbei Handys oder Smartphones bedienten, sagte Benndorf. Wie Statistiken zeigen, ist der Mensch für etwa 90 Prozent der Unfälle verantwortlich. Verantwortungsbewusstes Verhalten und Aufmerksamkeit seien unerlässlich. "Daran können auch die beste Fahrzeugtechnik und Straßenverkehrsinfrastruktur nichts ändern", so Benndorf.

Einen weiteren Verkehrstoten hat es am Dienstag bei Rangsdorf (Teltow-Fläming) gegeben. Wie die Polizei mitteilte, war sein Wagen von der B 96 abgekommen und mit voller Wucht gegen einen Baum geprallt.

Bereits am Montag hatte es auf der B 97 bei Schwarze Pumpe (Spree-Neiße) drei Tote gegeben. Unfallursache war hier ebenfalls der Mensch. Ein Fahrer war bei einem Überholmanöver in den Gegenverkehr gerast. "Autofahrer benehmen sich dermaßen riskant, dass wir wirklich nicht mehr weiter wissen", sagt Polizeisprecherin Ines Filohn.