Klaus Kuhl, Bauamtsleiter in Falkenberg, glaubt nicht, dass die Investoren des Kieswerkes Abstand von ihren Plänen nehmen würden. „Die Fundstätten dort in dem Bereich sollen sehr ergiebig und gut sein. Die Qualität sei fast einmalig im weiten Umkreis“ , habe er gehört. Das nun eingeleitete Raumordnungsverfahren mit Umweltverträglichkeitsprüfung bestätigt ihn in dieser Annahme.
Laut jetzigen Plänen soll in der Gemarkung Kölsa auf einer Fläche von fast 47 Hektar ein Kiestagebau erschlossen werden. In 40 Jahren hat man dort vor, bis zu einer Tiefe von durchschnittlich 29 Meter 16 Millionen Tonnen Sand abzubauen, der für Beton und Betonwaren Verwendung finden soll. Nicht vermarktungsfähige Sande werden laut Unterlagen, die im Zuge des Verfahrens eingereicht wurden, im ausgekiesten Baggersee gleich wieder verspült.
Etwa 400 000 Tonnen Kiessande aus dem Tagebau Kölsa könnten demnach jährlich im Nassschnittverfahren gewonnen werden. Weitere 160 000 Tonnen Kiese sollen aus der sechs Kilometer entfernt gelegenen Lagerstätte Koßdorf per Lkw zur abschließenden Aufbereitung an den Standort gelangen.
Von Osten her werde die Fläche erschlossen. Man müsse mit einem Zweischichtbetrieb werktags von 6 bis 22 Uhr rechnen. Abtransportiert werde per Lkw über die B 183. „Wir müssten dann keine Belastung mit schweren Fahrzeugen in der Stadt befürchten“ , zeigte sich der Bauamtsleiter beruhigt. Nach dem Ende der Abbaggerung solle dann ein Teil des Tees wieder mit Restsanden verfüllt werden, die andere Fläche bleibe See.