Über diese Anträge werde auf der Grundlage internationaler Normen entschieden. Lufthansa und Air Berlin brachten am Montagnachmittag erste Passagiere wieder nach Deutschland. Der seit Tagen anhaltende Flugausfall aufgrund der Vulkanaschewolke aus Island bringt die deutsche Wirtschaft zunehmend in Bedrängnis. Nach Einschätzung von Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) wird sie erst in rund zwei Wochen wieder funktionieren wie vor dem Vulkanausbruch. Wirtschaft und Bundesregierung bildeten eine Arbeitsgruppe. Mit ihrem ersten Forschungsflug in die Vulkanaschewolke über Deutschland am Montag von Oberpfaffenhausen aus haben derweil Wissenschaftler die Dichte des Staubes und die Größe der Teilchen erkundet. Ergebnisse des Fluges sollen nach Angaben der Projektverantwortlichen am heutigen Dienstag vorgestellt werden. Die Flugverbote wegen der Aschewolke aus Island sind Forschern zufolge gerechtfertigt. Dass die Luft tatsächlich gefährliche Teilchen enthält, ergaben etwa Untersuchungen der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) in Zürich. Der Frankfurter Atmosphärenforscher Joachim Curtius hält den Vulkanstaub für tückisch, weil er sich zwar mit zunehmender Ausbreitung verdünne, an einigen Orten aber trotzdem dicht genug sein könne, um Flugzeugtriebwerke zu beschädigen. Unterdessen gibt es Anzeichen von Hoffnung. Der Gletschervulkan auf Island stößt zunehmend weniger Asche und dafür mehr Lava aus. Ein Sprecher des Meteorologischen Institutes in Reykjavik sagte am Montag: "Das sind gute Nachrichten für Flugreisende in Europa." Es sei sehr "ziemlich unwahrscheinlich", dass diese Entwicklung jetzt erneut umschlage. Überwachungsflüge hatten bestätigt, dass die für den Flugverkehr in Europa gefährliche Aschewolke über dem Eyjafjalla-Gletscher nur noch eine Höhe zwischen 500 Metern und maximal drei Kilometern erreicht. Außerdem zeigte auch die helle Färbung der Rauchsäule einen wesentlich verminderten Ascheanteil an. Dafür schleuderte der Vulkan unter dem Eyjafjallajökull am Montag erstmals sichtbar Lava in die Luft. Als wichtigster Grund galt der verminderte Zufluss von geschmolzenem Gletschereis in den Krater. Dessen Vermischung mit Magma hatte zur explosionsartigen Ausbreitung der Asche in die Atmosphäre geführt. dpa/AFP/ddp/uf