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Wieder droht ein herber Rückschlag für den BER

ARCHIV - Flughafenchef Karsten Mühlenfeld steht am 12.10.2016 auf der Besucherterrasse des Hauptstadtflughafens Berlin Brandenburg Willy Brandt (BER) in Schönefeld (Brandenburg). Nach der Entlassung des Technik-Chefs des BER wächst nach einem Zeitungsbericht der Druck den Airport-Chef.
ARCHIV - Flughafenchef Karsten Mühlenfeld steht am 12.10.2016 auf der Besucherterrasse des Hauptstadtflughafens Berlin Brandenburg Willy Brandt (BER) in Schönefeld (Brandenburg). Nach der Entlassung des Technik-Chefs des BER wächst nach einem Zeitungsbericht der Druck den Airport-Chef. FOTO: Patrick Pleul (dpa-Zentralbild)
Berlin. Die Flughafengesellschaft Berlin-Brandenburg hat es abgelehnt, Berichte über eine mögliche Ablösung ihres Chefs Karsten Mühlenfeld zu kommentieren. Dazu werde man sich nicht äußern, sagte ihr Pressesprecher Lars Wagner am Sonntagmorgen der Deutschen Presse-Agentur. dpa

Er verwies auf ein Interview Mühlenfelds mit dem in Berlin erscheinenden „Tagesspiegel“ (Samstag), das weiterhin gelte. Dort hatte der Geschäftsführer seine Entscheidung verteidigt, den bisherigen Technik-Chef Jörg Marks am neuen Hauptstadtflughafen BER zu entlassen und ihn durch den früheren Bahn-Manager Christoph Bretschneider zu ersetzen. Dies sei nötig gewesen, um den Airport zügig fertigzubauen.

Nach Mühlenfelds Entscheidung wächst jedoch laut „Tagesspiegel“ der Druck auf ihn. Ihm drohe der Rauswurf, in Gesellschafterkreisen werde bereits „intensiv über einen Nachfolger gesprochen“, schreibt das Blatt in seiner Sonntagsausgabe. Marks' Entlassung werde als unabgestimmter Alleingang angesehen.

Mühlenfelds Aussage, dass er „schon seit ein paar Wochen“ Ersatz für Marks gesucht habe und dies „mindestens dem Anteilseigner Berlin bekannt“ war, stößt unterdessen auf offenen Widerspruch beim Senat. Dessen Sprecherin Claudia Sünder wies die Darstellung am Samstag auf dpa-Nachfrage zurück: „Die Anteilseigner sind von der Personalentscheidung Mühlenfelds in dieser Woche völlig überrascht worden.“